“Der Geist ist kein Schiff, das man beladen kann, sondern ein Feuer, das man entfachen muss”. Was Plutarch im 1. Jahrhundert n. Chr. damit meint, ist “aktiv bleiben”! Denn das große Potential des Homo Sapiens Hirns entfaltet sich nur bei ständiger Forderung. Wie das nach neuesten Erkenntnissen geht, zeigen wir euch jetzt in mehreren Beiträgen zum Thema Life-Kinetik.
Das Zauberwort heißt Hirn-Logistik. Je mehr Querverbindungen sich zwischen den Grauen Zellen bilden und genutzt werden, desto mehr können wir leisten. Dann sind wir kreativer, koordinierter und schneller. Daher ist Life-Kinetik auch eine beliebte Trainingsmethode für Profi-Sportler.
Das Tolle ist: Life-Kinetik macht Spaß! Im Gegensatz zum klassischen Gehirnjogging findet dieser neue Denksport nicht am Schreibtisch statt, sondern bringt den ganzen Körper ins Spiel. Kinetik kommt von “kinesis” (griechisch für Bewegung). Life-Kinetik ist also Bewegung, die geistig und körperlich fit fürs Leben macht.
Was passiert während der Übungen? Life-Kinetik ist ein Kooperationstraining für die verschiedenen Dimensionen des Hirns. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Hirn-Regionen wird gestärkt und die Leistungsfähigkeit insgesamt erhöht.
Diese Hirnregionen werden bei den Übungen besser miteinander “verknüpft”:
Lateralität: Die Logikhälfte liegt links (Zahlen, Daten, Fakten) und die Gestalthälfte rechts (musische Fähigkeiten, Sprachgefühl): Arbeiten beide Hemisphären gut zusammen, gelingt es leichter, aus Einzelheiten ein Gesamtbild zu erstellen oder aus Gesamteindruck Einzelheiten herauszuarbeiten.
Fokussierung: Das sind die Gehirnareale, die die Vorder- und Hinterhälfte des Körpers steuern. Wenn beide besser kommunizieren, fällt aktives Denken leichter und die Voraussicht wird geschult . Optische Reize werden schneller aufgenommen und das Wahrgenomme wird sofort in das aktive Handeln eingebaut.
Zentrierung: Die obere und die untere Gehirnhälfte steuern Ober- und Unterkörper. Ein besseres Teamwork zwischen Großhirnrinde (Sitz des menschlichen Verstandes) und Hirnstamm (Gefühle und Instinkte) schafft einen Ausgleich zwischen beiden Polen. Wenn diese Balance stimmt, dann sind wir nicht zu kopfgesteuert, aber auch nicht emotional aufbrausend.
Für alle, die jetzt neugierig sind, kommt hier die erste Übung zum Einsteigen: “Datenschalter” (Abbildung)
Zwei Finger reiben auf der Mulde oberhalb der Oberlippe durch kreisende Bewegung und mit sanftem Druck die Oberlippe leicht gegen den Oberkiefer. Gleichzeitig hälst du mit der anderen Hand im Rücken das Steißbein. Versuche dabei, die Augen immer im Wechsel alle zwei bis drei Sekunden von nah stehenden auf weit entfernt liegende Gegenstände zu fokussieren. Handwechsel nach 30 Sekunden.
Mehr Hirn-Fitness gibt’s in Life-Kinetik und demnächst auf Fit im Alltag.




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[...] allerdings leichter. Wie man körperliche und geistige Aktivität zusammen bringen kann, haben wir in der Theorie bereits geschildert. Jetzt wollen wir einen Blick in die Praxis werfen und schauen, wie Life-Kinetik Übungen uns dabei [...]